Freitag, 31. Oktober 2014

Hi Folks!

Gehört Ihr zu den Leuten, die fleißig Halloween feiern oder geht Euch diese Geschichte eher am Allerwertesten vorbei? Egal, wie und in welchem Ausmaß Ihr heute unterwegs seid, wir möchten Euch auch unser Update zum Wochenende vorstellen, denn das hat es mal wieder in sich:

- da passen doch Totgeglaubte ganz gut ins Konzept: die Teutonen-Metaller WARRANT melden sich nach 3 Dekaden zurück. Sie bauen mit dem neuen Album sozusagen eine "Metal Bridge" in die Vergangenheit,

- ganz neu und quasi noch unbeleckt kommt das Multikulti-Projekt um Chandler Mogel und Mark Rossi daher. Denn KHAOS haben endlich ihren ersten Longplayer "Risen" im Gepäck,

- für alle, die momentan unter Herbstdepressionen leiden, gibt es von APOSTLE OF SOLITUDE gleich den passenden Soundtrack zur nebligen Jahreszeit. Dieser nennt sich "Of Woe And Wounds",

- nach dem Split mit seinem Bruder bei SEPULTURA konnte der Ex-Shouter Max Cavalera doch nicht so ganz ohne Familie. Die CAVALERA CONSPIRACY ward geboren. Bereits zum dritten Male haben die beiden offiziell zusammen musiziert, heraus kam ihr neues Album "Pandemonium",

- zum zweiten Angriff indes blasen die amerikanischen Power/Progressive Metaller MIND MAZE. Was hat "Back From The Edge" auf der Pfanne? Und

- ebenfalls in progressiven Gefilden zu Hause sind die Italiener ADIMIRON. Sie gehen allerdings noch eine Ecke kompromissloser zu Werke und mit "Timelapse" einen ganz schön schwer verdaulichen Brocken vor die Füße.

Wir wünschen Euch ein tolles Wochenende und viel Spaß beim Lesen!

Euer Rock-Garage Team

WARRANT - Metal Bridge

Band: Warrant
Album: Metal Bridge
Spielzeit: 65:42 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 31.10.2014

Das wir das noch erleben dürfen! Die Teutonen Metaller von WARRANT haben nach fast 30 !! Jahren ein neues Album am Start! Das bisher einzige Studioalbum „The Enforcer“ schlug damals, 1985, in die Szene ein wie eine Bombe und noch heute werden die Gassenhauer von damals auf jeder guten Metalparty abgefeiert.
Mit Pure Steel Records hat man nun genau den richtigen Partner gefunden um das zweite Album der Band mit dem wohlklingenden Namen „Metal Bridge“ zu veröffentlichen, schließlich hat das Label auch schon das Debütalbum 2010 wiederveröffentlicht.
Aus der Urformation ist leider nur noch Sänger/Basser Jörg Juraschek übrig, nichts desto trotz hat die Band nichts von ihrer alten Kraft verloren, sprüht nur so vor neuen, moderneren Einflüssen, ohne jedoch die alten Wurzeln zu verleugnen. Insgesamt klingt das Album ein wenig fröhlicher, als der Sound damals war.
Für „Damals“ war ich leider zu jung, Zeit das nun nachzuholen!
Ab geht es mit dem obligatorischen „Intro“. Ein bisschen Atmosphäre tut ja immer gut, ansonsten ist das Ding aber absolut nichtssagend.
Aber dann direkt der erste Track „Asylum“ brettert bärenstark aus den Boxen und vereint so ziemlich alles was Fans des Heavy Metalgenres so mögen. Knochenharte Riffs, ein eingängiger Refrain und eine gescheite Melodie. Der Gesang von Jörg ist ebenfalls gut wie eh und je. Passt also alles beim Opener!
Und gut und passend geht es direkt weiter, „Come and Get it“ schraubt sich brachial in die Gehörgänge, „You Keep me in Hell“ und auch „Blood in the Sky“ stehen dem dann in Nichts nach.
Der Mittelteil wird dann ganz klar von dem etwas handzahmeren „All the Kings Horses“ und den klassischen Metalgeschossen „Nyctophobia“ und „Helium Head“ bestimmt. Auch hier haben wir es also fast nur mit absoluten Volltreffern zu tun, WARRANT haben also die lange Pause sehr gut genutzt.
So langsam bewegen wir uns auf das Ende der Platte hin, bei satten 15 Songs, haben wir aber noch ein paar Tracks vor uns und auch hier zeigen die Jungs ,dass sie das Niveau bis zum Schluss hoch halten können. Beispiele hierfür sind „Don‘t get Mad get Even“ oder „Immortal“.
Sehr gut finde ich die Idee auch mit „Ordeal of Death“ und „The Enforder“ ein paar alte Bandklassiker neu aufzulegen und hier mit zu neuen Ehren kommen zu lassen.

Anspieltipps:

Richtig schlechte Tracks findet man hier eigentlich nicht. Alles absolut zu empfehlen!

Fazit :

Wow! Mehr kann ich zu dem neuen Album von WARRANT eigentlich gar nicht sagen. Schön das die Truppe wieder lebendig ist und uns mit einem so tollen Stück edlem Heavy Metalstahls verwöhnt! Der Diskus ist von vorne bis hinten absolut gelungen und ein Muss für jeden Altfan der Band als auch Liebhaber des Genre!
Die Idee auch zwei alte Bandklassiker neu einzuspielen und so den neuen Fans ebenfalls zugänglich zu machen ist natürlich mehr als ein gelungener Schachzug.
Also beide Daumen nach oben für “Metal Bridge”!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Intro
02. Asylum
03. Come and Get It
04. You Keep me in Hell
05. Blood in the Sky
06. Face the Death
07. All the Kings Horses
08. Nyctophobia
09. Helium Head
10. Don‘t get Mad get Even
11. Eat me Alive
12. Immortal
13. Ordeal of Death 2014
14. The Enforcer 2014
15. Labyrinth of the Lost



Julian

KHAOS - Risen

Band: Khaos
Album: Risen
Spielzeit: 63:36 min.
Stilrichtung: Hardrock, Heavy Metal
Plattenfirma: MRRecords
Veröffentlichung: 20.10.2014
Homepage: www.khaos-risen.com

Chandler Mogel ist ein viel beschäftigter Vokalist. Unlängst hat er mit seiner Band OUTLOUD ein neues Album aufgenommen und schon steht das Debüt seiner zweiten Spielwiese namens KHAOS an, die schon mit der 2012 erschienenen EP „Rising“ (Rezi HIER) für Aufsehen sorgen konnte. Hinter KHAOS verbergen sich einige namhafte Musiker, neben Chandler Mogel gehören Mark Rossi (guitars), Nic Angileri (bass) und Trevor Franklin (drums) zum Line-Up. Das klingt doch vielversprechend, oder? Wer den knackigen Sound der EP noch im Ohr hat, wird auch beim hier vorliegenden Longplayer nicht enttäuscht. Rolf Munkes hat erneut ganze Arbeit geleistet und spendiert „Risen“ einen zeitgemäßen und kompromisslosen Rocksound.

Ein Dutzend neue Songs hat sich das Quartett für ihren Erstling einfallen lassen. Und nicht nur in Bezug auf den Titel ist „Risen“ die logische Konsequenz zur EP „Rising“. KHAOS führen das Konzept fort und präsentieren sich bärenstark. Abermals regieren tiefergelegte Gitarren, fetter Drumsound, wummernde Bässe und Chandler´s melodischer Gesang. Am besten kann man sich dieses Kraftpaket bei Songs wie „Crisis Factor“, „Ride The Chain“ (das mit mehrstimmigem Gesang und ein paar Screams Akzente setzt) oder „Static Windows“ vor Augen führen. Aber auch ruhigere Momente wie das wunderschöne „Exalted“ oder „End Of Daze“ können überzeugen. Irgendwo dazwischen können melodische Rocker wie „Loaded Question“ auf ganzer Linie überzeugen.

Was die EP „Rising“ versprochen hat, hält das Longplay-Debüt „Risen“ mit Leichtigkeit. Geboten wird abwechslungsreicher, knackiger und moderner Hardrock, der manchmal an der Schwelle zum Heavy Metal steht. Es braucht einige Durchgänge, bis die Songs so richtig zünden, aber wenn sie sich in die Gehirnwindungen durchgebissen haben, bleiben sie auch dort. Mit dieser Band sollte man rechnen.

WERTUNG:






Trackliste:

01. After The Silence
02. Crisis Factor
03. Exalted
04. Loaded Question
05. End Of Daze
06. Merchants Of Khaos
07. Ride The Chain
08. Hung The Moon
09. Imagined Danger
10. Static Windows
11. As Far As We Go
12. The Breathing Room

Stefan

APOSTLE OF SOLITUDE - Of Woe And Wounds

Band: Apostle of Solitude
Album: Of Woe And Wounds
Spielzeit: 57:53 min
Stilrichtung: Doom Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 31.10.2014
Homepage: www.apostleofsolitude.com

Der Herbst naht, verregnete, graue, düstere und melancholische Tage. Der perfekte Nährboden für Doom Metal. Das haben sich wohl auch die vier Herren von APOSTLE OF SOLITUDE gedacht und legen daher mit "Of Woe And Wounds" ihren dritten Langspieler vor.

Nach einem kurzen Intro gibt es dann auch die volle Doom Breitseite. Ganz traditionell, ohne Retro-Stoner-sonstwas Spielereien. Wuchtige Riffs, ein wummernder Bass, druckvolles Drumming und ein ausdrucksstarker Gesang von Frontmann Chuck Brown. Fertig ist die Gartenlaube.
Viele Songs sind für den Doomsektor überraschend hart und flott, etwa "Whore's Wings", was der Band aus Indianapolis aber verdammt gut zu Gesicht steht. Man fühlt sich an einen Mix aus BLACK SABBATH ("Lamentations of a Broken Man"), KRUX und THE GATES OF SLUMBER erinnert. Bei letzteren saß Chuck einige Jahre an der Schießbude, daher sind leichte Parallelen nicht verwunderlich.

Emotion und Gefühl kommen aber bei aller Heavyness nicht zu kurz, APOSTLE OF SOLITUDE verstehen es die richtige Mischung aus Wucht, Dampfwalze und mitreißenden emotionalen Passagen zu finden. Jedem Doom-Jünger sei der dritte Streich der Amis somit ans Herz gelegt, "Of Woe And Wounds" ist eine richtig starke Scheibe geworden. Der Herbst kann kommen!

WERTUNG:






Trackliste:

01. Distance and the Cold Heart
02. Blackest of Times
03. Whore’s Wings
04. Lamentations of a Broken Man
05. Die Vicar Die
06. Push Mortal Coil
07. This Mania
08. Siren
09. Luna
10. Distance and the Cold Heart (Reprise)

Chris

CAVALERA CONSPIRACY - Pandemonium

Band: Cavalera Conspiracy
Album: Pandemonium
Spielzeit: 51:10 min
Stilrichtung: Thrash/Groove Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 31.10.2014
Homepage: www.cavaleraconspiracy.com

Da ist er wieder, der umtriebige Max Cavalera. Neben KILLER BE KILLED und SOULFLY hat der ehemalige SEPULURA-Brüllwürfel ja noch das Projekt mit seinem Bruder Igor am Start. CAVALERA CONSPIRACY sind von den drei Betätigungsfeldern von Max auf jeden Fall mein Favorit, besonders das starke 2008er Debüt "Inflikted" weiß bis heute zu gefallen. Klar, auch hier ist die Musik moderner und mit jeder Menge Groove ausgestattet, Wildheit und rohe Wut brechen sich aber bei der Cavalera-Verschwörung noch am stärksten Bahn und sind somit der brauchbarste SEPULTURA Nachfolger. Der Nachfolger "Blunt Force Trauma" war ordentlich, wenn auch nicht mehr so stark wie der Erstling. Mal sehen was uns beim dritten Streich "Pandemonium" - neben einem etwas seltsamen Cover - erwartet.

Der Opener "Babylonian Pandemonium" geht nach einem kurzen Intro voll auf die Zwölf. Aber nicht wie man es erwartet. Der Song hat einen sehr modernen Einschlag, irgendwo zwischen FEAR FACTORY, modernen SEPULTURA und neuen SLAYER. Wirklich überraschend sind die Vocals von Max. Düster, tief und guttural - phasenweise erkennt man ihn erst beim zweiten Hinhören. Und das bei einem Frontmann mit einer so markanten Stimme. Spätestens bei "Banzai Kamakazee" wird klar: so sehr ich es mir auch wünsche, CAVALERA CONSPIRACY wollen kein SEPULUTRA Nachfolger sein. Aber auch keine SOULFLY Kopie. Irgendwie landet "Pandemonium" irgendwo dazwischen und Max hat ein paar Anregungen vom KILLER BE KILLED Debüt mitgebracht. So ist das ganze ein wilder Mix aus Post-Thrash, (Hard)Core und Noise.

Wem der Weg von KILLER BE KILLED gefallen hat, der wird vermutlich auch Spaß mit "Pandemonium" haben. Wer bis heute bei jedem neuen Werk von Max gegen jede Vernunft auf einen Hauch alter SEPULTURA hofft, wird enttäuscht sein. Dummerweise gehöre ich genau zu dieser Fraktion.

Wie ich es drehe und wende, die Songs sind angepisst, rasant und gehen voll auf die Zwölf, aber meins ist das einfach nicht. Zu modern, zu chaotisch, zu wenig eingängig. Daher seht meine Wertung unter diesem Aspekt, es mag Leute geben die mehr "open minded" sind als ich und denen "Pandemonium" richtig Spaß machen wird. Für mich ist es einfach nur eine ziemliche Enttäuschung.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Babylonian Pandemonium
02. Banzai Kamakazee
03. Scum
04. I, Barbarian
05. Cramunhão
06. Apex Predator
07. Insurrection
08. Not Losing The Edge
09. Father of Hate
10. The Crucible
11. Deus Ex Machina (Bonustrack)
12. Porra (Bonustrack)

Chris

MIND MAZE - Back from the Edge

Band: Mind Maze
Album: Back from the Edge
Spielzeit: 49:46 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings
Veröffentlichung: 24.10.2014

Female fronted Power/Progressive Metal aus Amerika dafür stehen seid ihrer Gründung MINDMAZE. Das Debütalbum „Mask of Lies“ wurde noch selbst vertrieben, das neue, zweite Album „Back from the Edge“ erscheint nun beim schwedischen Label Inner Wound Recordings. Sicherlich nicht der schlechteste Partner!
Für das neue Album konnte man auch ein paar Gäste gewinnen, denn den Bass zupft niemand anderes als SYMPHONY X Tieftöner Mike LePond und als Gastsänger konnte man LT von den australischen Metalgöttern von LORD verpflichten.
Hört sich ja alles schon mal nicht schlecht an, schauen wir doch mal nun genauer nach und starten direkt mit dem Opener und Titeltrack „Back from the Edge“. Ein sanfter Beginn folgen so gleich typische symphonische Metalklänge mit denen jeder Fan dieses Genre etwas anfangen können sollte. Der weibliche Gesang ist in einer angenehmen Lage und folgt mal nicht dem opernhaften Pfad sondern entwickelt genug Druck und Melodie damit der Song zusätzlich ein absoluter Volltreffer geworden ist!
Song Nummer 2 „Through the Open Door“ ist dann auch recht ansehnlich geworden, erreicht zu keiner Zeit aber die Qualität des Openers.
Schnell also weiter zum nächsten Track, der mit „Moment of Flight“ betitelt ist. Die Nummer ist recht experimentell und leicht progressiv geworden, ist aber trotzdem sehr eingängig und setzt sich so sehr gekonnt in den Gehörgängen fest.
Genau die gleiche Beschreibung trifft dann auch auf die beiden anschließenden Nummern „Dreamwalker“ und dem überlangen „The Machine Stops“ zu. Ersterer ist etwas gradliniger geworden, beim zweiten gibt es musikalisch mehr zu entdecken und man ist mehr im Symphonic/Progressiven Bereich unterwegs.
Und ganz so viel weicht man von dem eingeschlagenen Qualitätsweg auch nicht mehr bis zum Schluss der Scheibe ab. Ein wenig hervorstechen tut im weiteren Verlauf das wieder etwas abwechslungsreicher gestaltete „End of Eternity“

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall “Back from the Edge”, “Moment of Flight”, “The Machine Stops”, sowie “End of Eternity” zu empfehlen.

Fazit :

An sich machen MIND MAZE auf ihren neuen Album fast alles richtig. Man hat schöne eingängige, melodische aber auch abwechslungsreiche Songs am Start, der Gesang ist absolut hörenswert und auch die Produktion geht absolut in Ordnung.
Das Einzige was hier so ein bisschen fehlt, ist DER absolute Übersong auf der Scheibe, der das Ganze einfach im sehr übervollen Symphonic/Power Metalbereich hervorstechen lässt!
Ansonsten machen Fans der Genre, die auf weiblichen, rockigen Gesang stehen, mit dem Erwerb des Diskus aber nicht viel falsch.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Back from the Edge
02. Through the Open Door
03. Moment of Flight
04. Dreamwalker
05. The Machine Stops
06. Consequence of Choice
07. End of Eternity
08. Onward (Destiny Calls II)



Julian

ADIMIRON - Timelapse

Band: Adimiron
Album: Timelapse
Spielzeit: 42:44 min
Stilrichtung:Progressive Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 04.11.2014
Homepage: www.facebook.com/adimironofficial

Schwierig, schwierig. Auf „Timelapse“, Ihrem  vierten Album, knallen uns die italienischen Extrem-Metaller ADIMIRON einen ganz schön schwer verdaubaren Brocken vor die Füße. Die Band vermengt dabei typische Fear Factory Trademarks (siehe der Opener „Collateral“) mit Phil Anselmo/Pantera Zitaten, Death-Metal Versatzstücken sowie tief gestimmte Gitarren mit heftig verdrehten Prog-Rhythmen und gehen von der Grundstimmung (siehe das stimmige Albumartwork) recht kompromisslos düster zu Werke. Die Selbstverortung unter Avantgarde-Metal ist daher nicht ganz von der Hand zu weisen.

Spieltechnisch gibt es an den 9 Nummern nicht das Geringste auszusetzen und wer starke Nerven mitbringt, kann in den tiefschwarzen Tracks unzählige spieltechnische Details entdecken die auch auf Dauer Neues bieten. Problematisch ist hingegen die Gleichförmigkeit der Kompositionen und das Fehlen zündender Hooks. Damit meiner ich nicht zuckersüße Melodien die man gleich mitsingen kann, sondern eher Passagen die auch mal nach dem 5ten Duchlauf hängen bleiben und das Gehörte in einen Kontext bringen. So walzt die Band den Hörer in einem Abwasch nieder und hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Als Anspieltipps möchte ich das verrückte „The Giant And The Cow“ und das leider sehr weit hinten platzierte, abwechslungsreiche „Ayahuasca“ nennen, die Interessierten eine Idee des Bandsounds geben.

Also, von schlechten Eltern ist das, ADIMIRON auf ihrer neuen Langrille fabrizieren, beileibe nicht. Easy-Listening für nebenbei geht allerdings auch anders. Wem Fear Factory schon immer eine Ecke zu nett und wer eine Affinität zu ton-gewordener Düsternis à la H.R. Giger hat, sollte sich das fordernde „Timelapse“ mal auf den Einkaufszettel schreiben. Aufgrund der doch recht sperrigen Songs und dem Mangel an echten Highlights gibt es aber keine uneingeschränkte Kaufempfehlung meinerseits.

WERTUNG: 






Trackliste:

01. Collateral
02. State Of Persistence
03. The Giant And The Cow
04. Timelapse
05. Liar's Paradox
06. The Burning Of Methuselah
07. Redemption
08. The Furnace Creek
09. Ayahuasca

Mario

Mittwoch, 29. Oktober 2014

ELVENSTORM - Blood Leads to Glory

Band: Elvenstorm
Album: Blood Leads to Glory
Spielzeit: 49:58 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Inferno Records
Veröffentlichung: 06.09.2014

Die französischen Heavy Metaller ELVENSTORM gründeten sich 2008. Rund um Frontfrau Laura Ferreux mischte man die französische Undergroundszene ordentlich auf, bevor man 2011 das Debütalbum „Of Rage & War“ auf den Markt brachte, welches Fans und Presse gleichermaßen verzückte. Schnell wurden Querverweise zu den Genregenossen von CRYSTAL VIPER gezogen und so ist es nicht verwunderlich das auf dem neuen Album „Bloods Leads to Glory“ deren Frontfrau Marta Gabriel zu Gast ist.
Kurz vor Einspielung des neuen Albums konnte man auch ein prominentes neues Bandmitglied begrüßen, Felix Börner (Ex LONEWOLF) sitzt nun hinter den Kesseln.
Nach dem das erste Album ordentlich Staub aufgewirbelt hatte, schauen wir nun mal ob man das Niveau halten konnte und sich vielleicht noch etwas steigern konnte.
Lost geht es mit dem Opener „Sanguis Ad Gloriam“. Sehr stimmungsvoll bringt man hier das Album in Schwung, bevor man dann mit „Reign in Glory“ das erste Mal so richtig in die Vollen geht. Schnell und hart kommen die Riffs hier aus den Boxen geschossen und nicht nur vom Namen her erinnert der Song her an die alten RUNNING WILD Zeiten! Stimmlich ist Laura voll im Rahmen und auch sonst macht man hier bei der ersten richtigen Nummer nicht viel falsch.
Man legt dann auch direkt nach, denn die beiden nächsten Tracks „Werewolves of the East“ und besonders „Temple of the Sun“ sind ein wahres Fest für Fans des Genre! Die Produktion hätten an der ein oder anderen Ecke vielleicht ein wenig mehr Druck vertragen können, aber ansonsten gibt es hier nicht viel zu meckern!
Die anschließenden „Ruler of the Night“ und „Black Hordes“ fliegen ein bisschen ohne richtigen Höhepunkt an einen vorbei, aber schon bei „Fallen One“ ist man wieder auf dem richtige Qualitätslevel und besticht erneut mit den Merkmalen der ersten Tracks. Hier kommt erneut wieder so richtiges RUNNING WILD Feeling auf, cool!
Und die letzten „richtigen“ Tracks „Sirens of Death“ und „Where Angels dare to Die“ können ebenfalls überzeugen. Zwar sind die Nummern nicht mehr so die Überflieger wie die ersten Songs, gut gemacht ist das Ganze aber hier immer noch alle Male.
Zum Abschluss der Albums präsentiert uns die Band dann noch mit „Mistress from Hell“ den Einsatz von Marta Gabriel und mit „Into the Fire“ einen SAVAGE GRACE Coversong. Beides fällt jetzt nicht sonderlich auf, tut aber auch nicht weh.

Anspieltipps:

“Reign in Glory”, “Werevwolfes of the East”, “Temple of the Sun” und “Fallen One” können hier am ehesten überzeugen.

Fazit :

Mit “Blood leads to Glory” haben ELVENSTORM auf jeden Fall ein ordentliches neues Album am Start. Fans der Band und des Genre bekommen auf jeden Fall was sie erwarten und es dürfte niemand großartig enttäuscht sein. Ab und an hätte eine etwas druckvollere Produktion gut getan und auch die Hitdichte ist gerade im zweiten Teil der Scheibe nicht mehr so wahnsinnig groß, aber ansonsten gibt es nicht viel zu meckern und man kann hier ruhig mit beiden Ohren mal genauer hinhören!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Sanguis Ad Gloriam
02. Reign in Glory
03. Werewolves of the East
04. Temple of the Sun
05. Ruler of the Night
06. Black Hordes
07. Fallen One
08. Sirens of Death
09. Where Angels dare to Die
10. Mistress from Hell (feat. Marta Gabriel)
11. Into the Fire (Savage Grace Cover)


Julian

NEVERSTORE - Neverstore

Band: Neverstore
Album: Neverstore
Spielzeit: 50:04 min
Stilrichtung: Pop Punk Rock
Plattenfirma: Gain Music
Veröffentlichung: 31.10.2014

Offiziell laufen die Schweden NEVERSTORE unter dem Banner (Pop) Punk Rock. Das kann man so stehen lassen, auch wenn das den Punk-Begriff dann doch ein wenig strapaziert. Dafür ist das ganze denn arg melodiös und zahnlos geraten. Mit der nun erhältlichen, selbstbetitelten Scheibe No. 4 sollen die bereits erarbeiteten Lorbeeren (u.a. haben die drei Jungs schon eine Grammy-Nominierung erhalten und sind als MTV European Music Award Gewinner vom Platz gegangen) in einen langfristigen Erfolg umgemünzt werden. Um nichts dem Zufall zu überlassen hat man sich mit Produzent Tobias Lindell (u.a. Mustasch, Europe) im Studio verschanzt und 12 brandneue Songs eingespielt.

Dass die Jungs zusammen mit Sum41 getourt sind macht Sinn, die Nähe zu Bands wie The Almost oder Green Day ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Was NEVERSTORE im Vergleich zu den großen Jungs allerdings noch fehlt ist eine gewisse charmante Ruppigkeit bzw. der sprichwörtliche Dreck unter den Fingernägeln. Ob’s an der Produktion liegt sei mal dahingestellt. Jedenfalls kugeln die 12 Tracks der neuen Platte schön stromlinienförmig aus den Boxen, ohne irgendwelche Ecken und Kanten. Einzig Drummer Erik Lantz gibt hier und da mal ein wenig Punk-typisch Gas, kann den zahmen Gitarren und den braven Melodien aber leider auch kein ordentliches Feuer unterm Popo machen. Das ist insgesamt etwas schade, denn Sänger/Gitarrist Jacob Widén hat eine angenehme Stimme und die Hooks sitzen zumeist ebenfalls da wo sie hingehören. Das Gesagte muss aber nicht für jeden unbedingt negativ sein, denn ähnliche, typisch Amerikanische Alterna-Rocker wie Blink182 oder Simple Plan haben ihre Nische ebenfalls in der gemütlichen Grauzone zwischen Pop und Rock gefunden und damit eine ganze Menge an Tonträgern abgesetzt. Als Anspieltipps seien mal der flotte Opener „For The Rest Of My Life“, Unbreakable“ und der dann doch ein wenig gewagter arrangierte „In My Neighborhood“ genannt, die in der richtigen Situation (Party, Autofahrt) durchaus Laune machen können.

Recht brav, wenig mutig und auch relativ austauschbar ist das, was NEVERSTORE hier bieten. Das wird der Zielgruppe wahrscheinlich herzlich egal sein, mir persönlich hätte aber die ein oder andere originelle Idee oder ein lebhafterer Sound besser gefallen. So bleibt unterm Strich eine okaye Gute-Laune-Platte für Fans der Band und Freunden von „punkigen“ Klängen mit Mainstream-Appeal (was ja an sich schon ein Sakrileg ist).

WERTUNG:





Trackliste:

01. For The Rest Of My Life
02. My Own Paradise
03. Bullets And Quicksand
04. Work Eat Sleep Repeat
05. Unbreakable
06. Got My Heart To The Left
07. Show You The World
08. Good Time For Desaster
09. Degrading
10. Do You Miss Me?
11. In My Neighborhood
12. Lost

Mario


BURNING BLACK - Remission of Sin

Band: Burning Black
Album: Remission of Sin
Spielzeit: 48:59 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 10.10.2014

Europäischer Power Metal aus Italien, da hätte ich jetzt nicht direkt an die Jungs von BURNING BLACK gedacht. Dabei haben die Mannen, die sich 2004 gründeten, schon zwei Alben veröffentlicht mit der sie Fans und Presse überzeugen konnten und schicken sich dieser Tage an ihr neues, drittes Album mit dem klangvollen Namen „Remission of Sin“ auf den Markt zu werfen.
Dann schauen wir doch mal geschwind was man uns auf dem neuen Album so präsentiert und ob man das ansteigende Niveau der letzten Alben weiter halten kann.
Gestartet wird mit dem Openerintro „Do Lung Bridge“. Wie immer sehr stimmungsvoll, aber musikalisch natürlich nicht besonders erwähnenswert.
Ganz anders tönt dann das anschließende „Mercenary of War“ aus den Boxen. Recht eingängig kommt die Nummer daher, der Gesang von Fronter Dan Ainlay ist im absolut angenehmen Bereich und der Junge entwickelt genug Druck für diese Art Mucke. Direkt also schon mal ein Pluspunkt auf der Habenseite!
Mit den beiden anschließenden Nummern „Remission of Sin“ und dem Videotrack „Flag of Rock“ fügen wir dann direkt mal zwei weitere Pluspunkte hinzu! So und nicht anders stell ich mir gescheiten Power Metal mit Melodie vor. Geile Tracks die einen richtig schön mitgehen lassen!
Auch das folgende „Crucified Heart“ kann überzeugen, wenn auch nicht mehr ganz so beeindrucken wie die Nummern zuvor.
Danach gibt es leider einen kleinen Durchhänger zu überstehen, bis man dann bei „Love Me“ wieder an die vorherigen Glanztaten anknüpfen kann.
Die letzten Tracks gehen dann zwar auch wieder insgesamt in Ordnung, an die bockstarken ersten Songs kommt man aber auch hier leider wieder nicht ganz ran.
Trotzdem ist der Abschluss hier alles andere als schlecht, eine rundrum gelungene Sache würde ich sagen.

Anspieltipps:

“Mercenary of War”, “Remission of Sin”, “Flag of Rock” so wie “Love Me” sind hier zu empfehlen.

Fazit :

Ganz klar, die stärksten Songs findet man auf “Remission of Sin” in der ersten Hälfte. Danach schwankt die Qualität manchmal schon ganz schön, in den roten Bereich geht das Ganze aber nie! Von daher können wir hier von einem absolut gelungenen dritten Album der Jungs von BURNING BLACK sprechen mit dem Fans der Band als auch des Genre auf jeden Fall etwas anfangen können. Daumen hoch hierfür!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Do Lung Bridge
02. Mercenary of War
03. Remission of Sin
04. Flag of Rock
05. Crucified Heart
06. Spaceman's Theory (Instrumental)
07. Visionary in a Primitive Future
08. Love Me
09. Soulless Stone
10. Far Away
11. True Metal Jacket


Julian

WONDERWORLD - Wonderworld

Band: Wonderworld
Album: Wonderworld
Spielzeit: 53:07 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 01.10.2014

Melodic/Classic Rock Fans aufgepasst! Aus Norwegen kommt ein Trio, welches mit Sicherheit die Szene aufrütteln wird. Die Rede ist hier von den Jungs von WONDERWORLD, die dieser Tage ihr Debütalbum in die Läden hieven.
Die Band besteht aus Roberto Tiranti (LABYRINTH), Ken Ingwersen (STREET LEGAL) und Tom Fossheim (LIVE FIRE).
Gerade die ersten beiden Herren stehen schon für Qualität, aber wenn man dann noch hört das man ein klassisches Rockalbum aufnehmen wollte, ganz ohne Keyboards und andere verfälschende Klänge, dann denke ich wissen Fans des Genre was die Uhr geschlagen hat!
Und so widmen wir uns doch mal direkt dem Opener/Titel/Bandtrack „Wonderworld“. Ah, Classic Rock von der ersten Note tönt uns entgegen, wie immer erstklassige Gitarrenarbeit von Ken Ingwersen und der Gesang von Roberto ist ebenfalls sehr gelungen. Dazu noch ein eingängiger Refrain, fertig ist der erste Anspieltipp der Marke WONDERWORLD!
Noch eine Spur besser kommt das anschließende „Break the Chains“ aus den Boxen. Hier ist alles noch eine Spur kompakter und griffiger, ein bisschen AOR Feeling kommt hier gerade im Refrain auf.
„Voices“ ist schön experimentell gehalten und kann gerade auch wieder im Refrain überzeugen.
Das Fronter Roberto aber auch die sanften Töne perfekt beherrscht zeigt er uns dann bei so Nummern wie „Noone Knows“ oder auch „Hero without Stains“. Hier kann natürlich auch Ken zeigen welche gefühlvolle Riffs er so drauf hat.
Dazwischen brilliert Roberto aber auch wieder als erstklassige Rockröhre wie zum Beispiel bei „The Sound of the World“.
Mit dem abschließenden „Kissing the Sky“ hat man einen gefühlvollen Schlusspunkt gefunden, der erneut absolut überzeugen kann. Classic Rock erster Güte halt!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier “Wonderworld”, “Break the Chains”, “Voices” sowie “Kissing the Sky” zu nennen.

Fazit :

Schön das es noch so gute, ehrliche Musik gibt wie die von den Jungs von WONDERWORLD. Ohne viel drumherum und musikalisches Geschnörkels schafft man es hier ein rundrum gelungenes Classic Rockalbum zu erschaffen welches Fans des Genre definitiv nicht enttäuschen wird. Von der ersten bis zur letzten Note blitzsauber gespielt, nur der ein oder andere Überhit fehlt hier noch, dann wäre es ein wirklich perfektes Album.
Ansonsten gilt aber, Classic Rockfans aufgepasst, merkt euch den Namen WONDERWORLD!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Wonderworld
02. Break the Chains
03. Surrender
04. Voices
05. Every Now and Then
06. Noone Knows
07. The Sound of the World
08. A New Life
09. Hero without Stains
10. Kissing the Sky


Julian

IN FATIH - There's a Storm Coming

Band: In Faith
Album: There‘s a Storm Coming
Spielzeit: 48:37 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Rocktopia/Cargo Records
Veröffentlichung: 24.10.2014

Eine neue Melodic Rock/AOR Band aus England ist im Anmarsch das Genre gehörig auf zu mischen! Die Rede ist von IN FAITH hinter der drei sehr bekannte britische Musiker stehen. Tony Marshall (Gitarre, Ex CONTAGIOUS, PRIDE, VAUGHN, Firefest Organisation), Pete Newdeck (Schlagzeug, TAINTED NATION, Ex EDEN‘S CURSE) und Pete Godfrey, der bislang in lokalen britischen Bands aktiv war.
Man nehme eine bisschen H.E.A.T, HAREM SCREAM und TYKETTO mixe das Ganze gut durch und heraus kommt der Sound den man dann von den dreien unter der Flagge von IN FAITH erwarten kann.
Schenkt man den Vorschusslorbeeren glauben haben wir es hier wirklich mit DEM nächsten Rock/AOR Highlight von der Insel zu tun, schauen wir mal ob das auch so stimmt und lauschen den Klängen des Openers „Radio“.
Und hier zeigen uns die Jungs direkt mal wo der Hammer hängt, im obersten melodische Sektor!
Geile Melodien zum mitgehen, ein eingängiger Refrain und eine tighte Produktion. Wunderbar, hier kommen Fans des Genre definitiv auf ihre Kosten!
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch das wir es hier eigentlich mit zwei Sängern zu tun haben, denn nicht nur Fronter Pete sondern auch Schlagwerker Pete, der doppelte Pete also : - ), kommt hier öfters zum Einsatz. Bei letzterem ist das ja nicht verwunderlich, singt er doch bei seiner eigenen Band TAINTED NATION auch.
Auch Song Nummer zwei „Does it Feel Like Love“ fällt absolut in die Kategorie AOR Übersong! Die Nummer dürfte ja schon bekannt sein, ist sie doch schon vorab im Internet als Hörprobe zu bewundern gewesen. Hier geht man zwar nicht ganz so stark in die Rockrichtung sondern ist eher im AOR gelandet, aber auch diese Spielwiese beherrschen die Jungs perfekt!
Das anschließende „Chruch of Rock n' Roll“ steht dem Ganzen dann in nichts nach, erneut ein Fest für AOR/Melodic Rock Fans. Den ersten ruhigeren Song haben wir dann mit „Where I Wanna be“, aber keine Sorge im Refrain entwickelt man genug Druck, damit das Ganze nicht zu süß und klebrig aus den Boxen tönt.
Die Leute die jetzt auf einen Durchhänger der Jungs warten muss ich leider enttäuschen, der ist lange nicht in Sicht! Egal ob man anschließend das melodische „Addicted“, die gefühlvolle „Ballade „If that's what Love means“ und „Million Ways“ oder den rockigen Abschlusspunkt „Bitter End“ anspielt. Alles ist hier auf absoluten Topnivau und dürfte keinen Fan des Genre enttäuschen!

Anspieltipps:

Schlechte Songs sucht man hier vergebens, die ganze Platte ist absolut hörenswert!

Fazit :

Ein großer Applaus und eine Gratulation schicke ich hiermit auf die Insel nach England! Schön das es zu den ganzen skandinavischen AOR und Melodic Rockbands nun einen ernsthaften Konkurrenten gibt!
Man merkt natürlich mit jeder Note das hier keine Newcomer am Werk sind, ein glanzvoller Auftritt von Anfang bis Ende.
Glückwunsch IN FAITH und Fans des Genre sollten sich ein paar Kröten für dieses bärenstarke Debütalbum aufheben, ich bin mir sicher wir werden von den Jungs noch einiges hören.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Radio
02. Does it Feel Like Love
03. Church of Rock n‘ Roll
04. Where I Wanna be
05. Addicted
06. If that‘s what Love means
07. All or Nothing
08. In Flames
09. Million Ways
10. Leave me Now
11. Bitter End


Julian

Montag, 27. Oktober 2014

20 DARK SEVEN - Roar

Band: 20 Dark Seven
Album: Roar
Spielzeit: 46:39 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Metalpolis Records
Veröffentlichung: 31.10.2014
Homepage: www.facebook.com/Twentydarkseven

Mit PUMP veröffentlichte Sänger Marcus Jürgens drei vollmundige Hardrockalben. Leider brach die Band auseinander. Höchste Zeit also, um etwas Neues zu wagen. 20 DARK SEVEN nennt sich das neue Baby von Jürgens, wo er zusammen mit Peter Wagner (guitars, WICKED TEMPTATION), Alex Jansen (bass, FOX, MENNEN) sowie Drum-Tier Hans in´t Zandt (PRAYING MANTIS, VENGEANCE etc.) ein neues Betätigungsfeld aufgebaut hat. Nachdem die Band ihr Debütalbum „Roar“ selbst produziert hatte, wurde es von Achim Köhler (PRIMAL FEAR, SINNER etc.) abgemischt und gemastered.

Die Schmusekatze auf dem Cover und der Titel der Platte deutet es an: 20 DARK SEVEN sind nicht zum Kuscheln gekommen. Vielmehr hat sich das holländisch-deutsche Quartett vorgenommen, Heavy Rock mit Eiern zu fabrizieren. Das ist den Jungs auch gelungen, sowohl der fette und kompromisslose Sound als auch Songs wie das eröffnende „Do You Like The Dark“, „Come Undone“ oder „You Don´t Know Me“ sowie die eigens von Erwin Musper noch einmal neu gemixte Single „Heart Of A Lion“ lassen keine Zweifel daran aufkommen, dass hier scharf geschossen wird. Zwar kommt der harte Rock von 20 DARK SEVEN recht modern aus den Boxen, dennoch standen bei der Entstehung dieser 10 kraftvollen Songs Bands wie DOKKEN, DIO, ACCEPT oder auch OZZY OSBOURNE Pate.

Atemberaubende Soli und das gewohnt fetzige Drumming des niederländischen Schlagzeug-Gurus machen es dem Hörer leicht, Gefallen an „Roar“ zu finden. Natürlich setzt sich auch der Gesang von Marcus Jürgens positiv von der breiten Masse ab. 20 DARK SEVEN haben keinen Meilenstein erschaffen, aber sie halten das Versprechen des Promozettels ganz locker ein: sie rocken rau und unverfälscht…mit Eiern!!!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Do You Like The Dark
02. Come Undone
03. Heart Of A Lion
04. So Damn Insane
05. Killing With Kindness
06. Edge Of A Knife
07. You Don´t Know Me
08. Stand Your Ground
09. Back In The Dirt
10. Hard Times Coming

Stefan

SISTER SIN - Black Lotus

Band: Sister Sin
Album: Black Lotus
Spielzeit:  ?? min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Victory Records
Veröffentlichung: 28.10.2014
Homepage: www.sistersin.com

Mit ihrer räudigen Mischung aus Punk und Achtziger-Heavy Metal machen die Schweden SISTER SIN nun schon seit 12 Jahren die Metalszene unsicher. Die Anfänge gestalteten sich mit dem Debüt „Dance Of The Wicked“ noch etwas holprig, aber seit dem zweiten Album „Switchblade Serenade“ scheinen die Herren um Front-Amazone Liv Jagrell in der Spur zu sein. Und spätestens mit dem dritten Langspieler „True Sound Of The Underground“ haben SISTER SIN die Fans massenweise auf ihrer Seite. Das bis dato letzte Studioalbum „Now And Forever“ hat die Combo weiter gefestigt und nun steht mit „Black Lotus“ ein neues Werk ins Haus.

Etwas verwundert war ich beim Anblick von nur 9 Songs schon, aber schon der erste Hördurchgang entschädigt. Mit einer wuchtigen Portion Dramatik legt „Food For Worms“ los. Aber nur, um den Heavy Metal Hammer gleich zu Beginn kreisen zu lassen. Bei „Chaos Royale“ bleibt zwar das beschriebene Chaos aus, königlich ist der Song aber dennoch – und ziemlich episch für die Begriffe von SISTER SIN. „Au Revoir“ kann das sogar noch toppen, das bisherige Highlight. Ähnlichkeiten mit dem Hit „Beat The Street“ von „Switchblade Serenade“ sind gegeben. Das erste Mal verschnaufen darf der Hörer bei „Desert Queen“. Aber nur, weil das atemberaubende Tempo etwas zurückgeschraubt wird und zu Gunsten von überlebensgroßen Melodien geopfert wird – großartig!

Abermals in epische Metalgefilde driften die Schweden bei „Count Me Out“ ab. Ungewohnt, aber stark gemacht. Das punkige „Stones Thrown“ fährt dann wieder die gewohnte Schiene – voll auf die Zwölf, ohne Rücksicht auf Verluste. „The Jinx“ bietet etwas noch nie dagewesenes: ruhige Elemente und akustische Gitarren machen aus dem Stück fast eine Ballade. „Ruled By None“ ist ein etwas zurückhaltender Hardrocker, bevor „Sail North“ noch einmal Gas gibt und so auch mit den alten Fans ein versöhnliches Ende heraufbeschwört.

SISTER SIN erweitern auf „Black Lotus“ ihren Horizont enorm. Klar gibt es gewohnte Kost von Liv Jagrell und ihren Jungs – punkig, metallisch und wild. Aber ab und zu taucht die Band ab und fördert epische Stücke zu Tage und hat sogar eine Quasi-Ballade an Bord des neuen Longplayers. Außerdem haben sich die Schweden das Prädikat „Klasse statt Masse“ auferlegt. Kurz und knapp legen SISTER SIN alles in Schutt und Asche und verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Ganz starker Auftritt.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Food For Worms
02. Chaos Royale
03. Au Revoir
04. Desert Queen
05. Count Me Out
06. Stones Thrown
07. The Jinx
08. Ruled By None
09. Sail North

Stefan

TRANSATLANTIC - KaLIVEoscope

Band: Transatlantic
Album: KaLIVEoscope
Spielzeit: /
Stilrichtung: Progressive Rock
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 27.10.2014
Homepage: www.transatlanticweb.com

Wie im Hause TRANSATLANTIC mittlerweile üblich wird natürlich auch die letzte Tournee zum starken Album „Kaleidoscope“ wieder als Live-Mittschnitt dokumentiert. Zur Besprechung liegt uns die Audio-Variante des Box-Sets vor, die aus einer Auslese von 2 Auftritten im Niederländischen Tilburg besteht. Als Mehrwert bietet die ebenfalls im Set erhältliche DVD/BluRay dann noch den Mittschnitt eines Gigs in Köln sowie eine gut 90-minütige Doku („Into the Kaleidoscope“) und Bandinterviews.

4 Studioalben – 4 entsprechende Livealben. Muss man die neue Live-Nachlese also wirklich haben, wenn man die Vorgänger bereits im Schrank stehen hat? Interessant ist auf „KaLIVEoscope“ neben der stark auf dem letzten Album basierenden Setlist vor allem der wunderbar räumliche Sound des Tilburg-Auftritts, der den Hörer mitten auf die Bühne zu transportieren scheint. Jedes Instrument ist kristallklar zu orten und die überbordende Spielfreude aller Musiker (die Band wurde auf dieser Tour von Ted Leonard (Spock’s Beard, Enchant) an Gitarre und Gesang begleitet) lässt einen einfach nicht kalt. Ob Neal Morses‘ Gitarrenduell mit Roine Stolt, die gewohnt erstklassig gespielten Monsternummern wie „The Whirlwind Medley“ oder „Kaleidoscope“, das unkaputtbare „We All Need Some Light“ bei dem das Publikum jede Textzeile mitsingt oder die ungewöhnliche Zugabe „Nights in White Satin“ – eine Band wie TRANSATLANTIC kann an jeder Position aus dem Vollen schöpfen und weiß einfach wie jeder neue Auftritt zu einer Herausforderung für die Musiker und zu einem besonderen Erlebnis für die Zuschauer wird. Der absolute Knaller des Sets ist die fulminante Version des Focus Krachers „Hocus Pocus“, den die Band zusammen mit der Focus-Legende Thijs Van Leer auf die Bühne zaubert. Da bleibt kein Auge, bzw. Ohr trocken. Ebenso wenig wie bei dem leidenschaftlichen Gesang von Neal Morse der mit jedem Jahr an Charisma hinzuzugewinnen scheint.

„KaLIVEoscope“ erscheint als Ltd. Deluxe Edition Box Set (2 DVDs + 3CDs +BluRay), als Special Edition (3CD + DVD Digipak) sowie auf BluRay und stellt zweifellos mal wieder eine außerordentlich wertige Veröffentlichung im TRANSATLANTIC Universum dar. Uneingeschränkt empfohlen.

WERTUNG: Keine Wertung

Trackliste:

01. Into The Blue
02. My New World
03. Shine
04. The Whirlwind Medley
05. Beyond The Sun
06. Kaleidoscope
07. Neal & Roine Duet
08. We All Need Some Light
09. Black As The Sky
10. Nights In White Satin
11. Sylvia
12. Hocus Pocus

13. Medley: All Of The Above / Stranger In Your Soul 

Mario